Berichte & Publikationen

 

Verbesserung der Motorik und des kardiovaskulären Risikos durch Sport im frühen Kindesalter

KÖLN. Regelmäßige Bewegungserziehung als Präventionsmaßnahme sollte bereits im Vorschulalter beginnen, um frühzeitig der Entwicklung eines belastenden Risikoprofils vorzubeugen, so Kerstin Ketelhut, Berlin, et al. in Heft 16 des Deutschen Ärzteblattes (Dtsch. Arztebl. 2005; 102: 1128-1136). Lesen Sie hier den vollständigen Artikel, erschienen in Heft 16 des Deutschen Ärzteblattes: "Einfluss eines regelmäßigen Bewegungsprogramms auf die Blutdruckentwicklung in Ruhe und unter Belastung sowie die motorische Entwicklung im Kindergartenalter". Hier finden Sie den vollständigen Artikel als PDF-Version: Ketelhut, K. et al_Verbesserung der Motorik und des kardiovaskulären Risikos durch Sport im frühen Kindesalter.

 

Mit Moving School 21 die Konzentrationsfähigkeit und Anstrengungsbereitschaft von GrundschülerInnen verbessern

Das Schulentwicklungsprogramm Moving School 21 wurde von 2004 bis 2010 in 5 Ländern Europas entwickelt. Ziel ist die Erhaltung, Stärkung und Förderung der Gesundheitsressourcen aller am Schulleben Beteiligten. In Berlin wird das Projekt seitdem an 2 weddinger Grundschulen weitergeführt. Die Evaluation nach 3 Jahren zeigt, dass die kontinuierliche Einbindung von Bewegung in den gesamten Schulalltag eine signifikante Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit sowie der Schulnoten bewirkt. Die Befragung zeigt, dass von allen am Schulleben Beteiligten ein positiveres Schul- und Unterrichtsklima wahrzunehmen ist.

Die SchülerInnen berichten von mehr Freude am Unterricht und gesteigertem Interesse an der Schule. Die LehrerInnen bestätigen diese Aussagen und stellen eine höhere Anstrengungsbereitschaft und gesteigerte Leistungsfähigkeit bei den SchülerInnen fest, während sie sich selbst auf vielen Ebenen entlasteter fühlen. Vor allem der Lärmpegel während und außerhalb des Unterrichts sowie die Konflikte konnten reduziert werden. Zu den Kindern mit Deutsch als Fremdsprache konnten die Schulsozialarbeiterinnen feststellen, dass diese ihren Wortschatz und Sprachgebrauch hörbar erweitert haben sowie offener und deutlicher kommunizieren. Weitere Informationen und Ergebnisse finden Sie in der Handreichung des Projekts: Handreichung Moving School 21.

 

Was kann Schule gegen kindlichen Bewegungsmangel tun?

Dieser Frage gehen die Initiatorin des Projekts Fitness für Kids Prof. Dr. Kerstin Ketelhut und Dr. Sascha Ketelhut in dem gleichnamigen Artikel nach. Denn gerade die Schule kann in einem nicht unwesentlichen Maße dazu beitragen, Kinder und Jugendliche bereits frühzeitig zu einem aktiven und bewegungsorientierten Lebensstil zu erziehen. Ihre große Stärke liegt u. a. darin begründet, dass Kinder aus allen sozialen Schichten erreicht werden und damit auch die weniger Privilegierten, die außerschulische Sportangebote bekanntermaßen deutlich weniger nutzen, von den Bewegungsaktivitäten der
Schule profitieren können. Es empfiehlt sich, die Strukturen, die die Schule in diesem Zusammenhang bietet, noch weiter auszubauen und die Möglichkeiten, die die Ganztagsbetreuung mit sich bringt, durch Kooperationen mit Vereinen, Gesundheitsträgern und Projektpartnern zunehmend mehr zu nutzen (Auszug aus der Zusammenfassung des Artikels). Den Artikel können Sie hier weiterlesen: Was kann Schule gegen kindlichen Bewegungsmangel tun?